Ernährung – sauer oder basisch?

Wie wichtig ist eigentlich basische Ernährung? Welche Krankheiten bringt saure Ernährung mit sich? Übersäuerung kann jedem passieren und ist auch kein Wunder, wenn man sich unsere mitteleuropäische Ernährung ansieht. Darauf musst du achten! (Video dazu unten im Beitrag)

Grundsätzlich liegt der Körper im basischen Bereich (Blut 7,4), die Organe arbeiten jedoch im sauren Bereich. Schon eine leichte Übersäuerung kann folgen auf den Körper haben. Wie wichtig ist es, den PH-Wert im Körper im Gleichgewicht zu halten? Macht basische Ernährung Sinn?

PH-Wert: 0 – 6 = sauer, 7 = neutral, 8 – 14 = basisch

Übersäuerung kann durch das Einatmen (Umweltverschmutzung), bei Stress, sogar beim Fasten usw. auftreten. Der Körper setzt Kontrollmechanismen ein und hat verschiedene Puffer für plötzliche Säureschwankungen, wie z. B. die Nieren und andere Ausscheidungsorgane. Zwei Drittel der Säure wird über die Lunge ausgeschieden. Deshalb haben die meisten auch das Bedürfnis morgens nach dem Aufstehen zu lüften.

Die oben genannte „Übersäuerung“ ist aber noch lange nicht Lebensbedrohlich. Angenommen der PH-Wert des Blutes sinkt plötzlich auf nur 7,35, kann dies Lebensbedrohliche folgen haben. Diese Krankheit nennt man Azidose. Wie zum Beispiel bei einem Diabetiker infolge eines Insulinmangels.

Sauer ist nicht gleich Sauer. Nur weil ein Lebensmittel sauer schmeckt, heißt das nicht, dass es auch einen sauren PH-Wert hat. Wie zum Beispiel eine Zitrone. Pflanzliche Lebensmittel verfügen über einen hohen Anteil an organisch gebundenen Mineralstoffen und Spurenelementen. Diese können Säuren abpuffern. Tierische Lebensmitteln enthalten schwefel- und phosphorhaltige Verbindungen, die beim Abbau ausscheidungspflichtige Säuren entstehen lassen.

 

Chronische Übersäuerung und Azidose

An einer chronischen Übersäuerung zu leiden, ist möglich und betrifft einzelne Organe. Diese begünstigt Krankheiten. Eine chronische Übersäuerung bedeutet, dass der Körper nicht in der Lage ist, den Säure-Basen-Haushalt von alleine wiederherzustellen. Dies kann man mit einer basischen Ernährung wieder in den Griff bekommen.

Eine Azidose hat nichts mit einer chronischen Übersäuerung zu tun. Azidose bezeichnet eine Übersäuerung des Blutes und muss sofort medizinisch behandelt werden! Ist dies nicht der Fall folgt der baldige Tod.

 

Das Problem mit der Säure

Jahrelange Fehlernährung setzen die Regulierungsmechanismen außer Betrieb. Viel tierische Produkte, Stress, Alkohol, Zigaretten, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel usw. legen unsere Puffersysteme lahm. Die Folgen sind, je nach betroffenen Organ, unterschiedlich. Unreine Haut, Cellulitis, Nieren- und Gallensteine, Verhärtung des Muskelgewebes, Entmineralisierung der Knochen, Verstopfung der Blutgefäße, Gelenksprobleme, usw. In weiterer Folge arbeitet das Immunsystem nicht mehr richtig.

Bei säurebildenden Lebensmitteln kann der Körper diese Säure nicht einfach abbauen, wie es bei anderen Inhaltsstoffen, die nicht gebraucht werden, ist. Die Säure muss zuerst neutralisiert werden, damit die ätzenden Eigenschaften der Säure die Zellen nicht zerstören. Das geschieht mit den körpereigenen basischen Puffersubstanzen, wie zum Beispiel Mineralien. Wodurch bei einer sauren Ernährung auch ein Mineralstoffmangel auftreten kann, weil diese wertvollen Mineralstoffe für den Abbau der Säure verbraucht werden.

 

Basenpulver

Basenpulver sind im Normalfall nicht empfehlenswert oder nötig. Einen Ausgleich des Säure-Basen-Haushalt kann man auch mit einer gesunden basischen Ernährung bewirken. Wer jedoch zu dem Nahrungsergänzungsmittel greifen möchte, sollte ein paar Dinge beachten: Kaliumcitrat, Magnesiumcitrat, Kalziumcitrat und Zink sollen in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sein und KEINE Aromen, Süßstoffe oder Phosphate. Wie bei allen Supplementen sollte die Bioverfügbarkeit vorhanden sein um die Wirksamkeit zu garantieren und unnötige Nebenwirkungen auszuschießen.

 

Übersäuerung macht dick!

Bei einer Übersäuerung des Körpers legt dieser Fettreserven an um die Säure einzulagern, bis diese abgebaut werden kann. Da Diäten meistens auch eine Übersäuerung auslösen, sind diese in einem solchen Fall nicht hilfreich. Eine basische Ernährung hilft hierbei jedoch sehr und lässt dann meistens auch die überflüssigen Kilos purzeln. Man nennt diese Einlagerung übrigens auch Schlacken.

 

Die basische Ernährung

Eine zu 100% basische Ernährung sollte nur in Kuren angewendet werden. Denn irgendwann ist der Körper entgiftet und gereinigt und die Ausscheidungsorgane funktionieren wieder.

 

Fakten zur basischen Ernährung:

  • 70/30 oder 80/20 Regelung – 70% basisch und 30% sauer/neutral – dabei natürlich auch immer auf gesunde Lebensmittel achten!
  • Keine Fertigprodukte
  • Viel Obst
  • Alkohol, Kaffee, Zucker, Limonaden sind stark säurebildend und sollten vermieden werden
  • Viel trinken um die Nierenfunktion zu gewährleisten
  • Sport trägt zur Entsäuerung bei – jedoch nur im Maßen
  • Dem Stress entgegenwirken

 

 

Auflistung der sauren und basischen Lebensmittel:
Basenbildner
  • Samen und Kerne
  • Mandeln, Walnüsse, Pistazien, Zedernnüsse, Macadamianüsse
  • Obst: Alle Sorten, auch getrocknetes Obst – allerdings ungeschwefelt und ungesüßt.
  • Smoothies: solange sie aus frischen Früchten und Gemüse hergestellt werden und ohne Zuckerzusatz sind.
  • Gemüse und Salate
  • Pilze und Algen
  • Wildkräuter und Kräuter
  • Sprossen: Alle gekeimten Sorten.
  • Mandeln und Kokosnüsse: Als Steinfrüchte gehören sie zu den basischen Lebensmitteln.
  • Erdmandeln: Die süßlich schmeckende Erdmandel ist eigentlich die Knolle eines Grasgewächses.
  • Esskastanie: Als einzige „echte“ Nuss ist sie basisch.
  • Lupineneiweiss und Konjakpulver bzw. -wurzel: Als einzige pflanzliche Eiweissquelle sind sie basisch.
  • Kräutertees: Alle, außer Früchtetee.

 

Die wichtigsten stark basischen Lebensmittel
  • Brennnessel: Ist besonders reich an Mineralien und Vitamin C; fördert die Entgiftung des Körpers.
  • Löwenzahn: Ist reich an Eisen und dem Präbiotikum Inulin sowie voller wertvoller Bitterstoffe.
  • Petersilie: Sie ist das kaliumreichste Küchenkraut.
  • Gräser (wie Gerstengras oder Weizengras): Sind sehr mineralienreich mit einem hohen Chlorophyll-Anteil.
  • Schwarzer Rettich: Aufgrund der enthaltenen Senföle auch empfehlenswert bei Erkältungen.
  • Grünkohl: Er enthält viele wichtige Vitamine, vor allem Vitamin K.
  • Spinat: Ist besonders reich an B-Vitaminen sowie Vitamin C und Beta-Carotin, einer Vitamin-A-Vorstufe.
  • Trockenfeigen: Sie enthalten besonders viel Kalium, Calcium und Eisen sowie Ballaststoffe.
  • Gurken: Sie stecken voller guter, sekundärer Pflanzenstoffe.
  • Fenchel: Ist sehr vitamin- und mineralienreich; seine ätherischen Öle wirken entzündungshemmend und beruhigend.

 

Säurebildner (grobe Auflistung)
  • Fleisch
  • Fisch
  • Milch und Milchprodukte
  • Ei
  • alle Getreidearten und Getreideprodukte wie Nudeln, Brot und alle Sorten von Gebäck
  • Zucker und alle Süßigkeiten
  • einige Nüsse
  • Spargel
  • Rosenkohl
  • Artischocken
  • Hülsenfrüchte
  • Kaffee
  • Espresso
  • Schwarztee, grüner Tee, weißer Tee, Früchtetee
  • Limonaden, Energy Drinks, Cola, Alkohol

 

Gute saure Lebensmittel
  • Hülsenfrüchte: Sind in Massen genossen eine gute pflanzliche Eiweißquelle.
  • Vollkorngetreide: Alle, außer Weizen.
  • Pseudogetreide: Dazu gehören Quinoa (eiweißreich) und Amaranth.
  • Saaten: Ungekeimt.
  • Pflanzliche Proteinpulver
  • Tofu: Nur Bio-Tofu ohne bedenkliche Zusatzstoffe.
  • Grüner Tee
  • Lupinenkaffee

 

Schlechte saure Lebensmittel (entziehen zusätzliche Mineralien)
  • Fisch, Fleisch und Wurstwaren
  • Milchprodukte: Mit Ausnahme von Sahne, Butter und Ghee, die als neutral einzustufen sind.
  • Fertigprodukte
  • Essig: Alle, bis auf Bio-Apfelessig.
  • Auszugsmehle / weiße Mehle
  • Industriezucker
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • Kaffee, Früchtetee, Softdrinks und Alkohol

 

 

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